Das Institut für Produktionserhaltung e.v. (infpro) veranstaltete am vergangenen Wochenende erstmals die Wertschöpfungstage in München. Ziel des Instituts ist die Erhaltung der Arbeitsplätze in Entwicklung und Produktion in den Hochlohnländern der EU. Die Mitgliederzahl von infpro wächst kontinuierlich und die Experten aus unterschiedlichen Bereichen treffen sich regelmäßig zum Erfahrungsaustausch. Das kompakte Programm der Wertschöpfungstage brachte die Situation auf den Punkt:
Nach dem Grußwort von Frau Dr. Angelika Niebler (Mitglied des Europäischen Parlaments) erklärte Dr. Constantin May (Direktor Center of Excellence for TPM) wie Unternehmen ihre Wertschöpfung steigern und Operational Excellence erreichen können. Wie das Unternehmen SEW Eurodrive konsequent und nachhaltig effizient und innovativ agiert, erklärte der Technische Geschäftsführer Johann Soder.
Prof. Dr. Uwe Loos (Honorarprofessor Technische Universität München) betonte, dass die Bewertung der Produktionssysteme im Hinblick auf die G+V wichtiger sei, als nur den Shareholder Value zu betrachten. Mit einer Karawane, die immer weiter zieht, verglich Dr. Oliver Prause (Vorstandsvorsitzender, Institut für Produktionserhaltung e.v.) die Standortverlagerungen ins Ausland. Er stellte dar, wie sich die vermeintliche Kostenreduzierung durch Verlagerung an Niedriglohnstandorte oft als ‘Fata Morgana’ entpuppt. Sein klares Plädoyer: Die Steigerung der Wertschöpfung durch Eliminieren von Verschwendung macht aus europäischen Unternehmen ‘blühende Oasen’ an Hochlohnstandorten. Mit konkreten Beispielen zeigte Klaus Minich (Leiter Global Technical Services, OSRAM GmbH) die Vor- und Nachteile von teilweise notwendigen Standortverlagerungen auf.
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