“Ein Tag mit Mike Rother“ war der Titel eines Seminars, zu dem die Management Circle AG am 1. Oktober nach Frankfurt/Main einlud. Als Forscher, Fachbuchautor und Dozent gilt Rother als ausgewiesener Experte für TPS (Toyota Production System). Der Referent betonte: es gehe keineswegs um seine Person, sondern um neueste Forschungsergebnisse, die er in seinem jüngsten Buch vorstellt. Im Fokus standen Fragen wie:
- Was macht Unternehmen langfristig erfolgreich?
- Wie schafft es Toyota, sich permanent zu verbessern?
- Worin liegt das Erfolgsgeheimnis von Toyota?
Schlüssel zur Antwort auf diese Fragen sind laut Mike Rother Verhaltensroutinen, die alle Mitarbeiter im Toyota-Konzern anwenden und leben. Er bezeichnet diese Routinen mit dem japanischen Begriff Kata. Eine Kata ist die Art und Weise, wie etwas getan wird. Er beschreibt zwei Arten von Kata:
Verbesserungs-Kata
Routinen zur stetigen Weiterentwicklung aller Prozessse, um adaptives Verhalten aller Beteiligten zu entwickeln
Coaching-Kata
Rolle der Führungskräfte: durch ständiges Coaching Mitarbeitern die Verbesserungs-Kata beizubringen.
Toyotas eigentliches Erfolgsgeheimnis ist nicht nur in Methoden wie Kanban, Poka Yoke, Heijunka zu suchen, sondern in der Fähigkeit, ständig zu reflektieren und schnell auf unvorhersehbare aber lehrreiche Ereinisse auf dem Weg zu neuen Performance-Levels zu reagieren. Das heisst: adaptives Verhalten entwickeln indem in experimenteller Vorgehensweise Schritte hin zu neuen erwünschten Zuständen angegangen werden. Dabei, so Rother, sind Kata auf jede Organisation übertragbar.
Meine Meinung: Mike Rother setzt mit seinem neuen Buch “Die Kata des Weltmarktführers Toyota” einen Meilenstein für Managementmethoden der Zukunft.
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